Die Sache mit dem Erwachsenwerden ...

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Als ich klein war, wollte ich manchmal schon groß sein. Jetzt bin ich groß und insgesamt ganz zufrieden mit meinem Leben - aber manchmal wäre ich doch lieber wieder ein Kind, das nur spielt. Erwachsenwerden, das heißt nicht nur, die Pubertät hinter sich zu lassen oder die Schule abzuschließen. Es bedeutet, die Verantwortung für das eigene Handeln zu übernehmen und mit den Konsequenzen zu leben.

Die große Aufgabe: Erwachsenwerden

Manchmal sind wir überfordert mit den Herausforderungen, vor die uns das Leben stellt und die wir jetzt selbst meistern müssen. Als Erwachsene ist es unsere Aufgabe, unseren Weg selbst zu gehen und ihn nicht andere für uns gehen zu lassen. Das heißt nicht, dass man sich nicht helfen lassen darf, aber es hat etwas mit Eigenverantwortung zu tun. Hier in Niederbayern sagt man "Jeder hod sei eigens Backal zum drong" und das trifft es ziemlich gut - jeder muss sein Päckchen mit Problemen, Sorgen und Ängsten selbst tragen, und ein solches Päckchen haben wir schließlich alle. Aber wir bestehen nicht nur aus negativen Gefühlen, sondern unsere Eigenverantwortung gibt uns auch eine neue Art von Freiheit. Die Freiheit, unser Leben mit unendlichen Möglichkeiten selbst zu gestalten! Wir sind frei zu werden, wer wir sein wollen!

Erwachsenwerden heißt Identitätsfindung

Für mich persönlich heißt Erwachsenwerden auch, sich immer wieder selbst zu hinterfragen. Wer will ich sein? Wo will ich hin? Was sind meine Wünsche und Ziele und Träume? Was macht mich glücklich und was will ich ändern? Als Kind habe ich oft einfach in den Tag hineingelebt und hatte eine Art natürliches Selbstwertgefühl, welches mir irgendwie auf meinem Weg abhanden gekommen ist - aber das geht sicher vielen so. Wenn wir groß sind, haben wir uns selbst ein Stück weit wieder gefunden und können eine neue Art von Selbstwertgefühl und Selbstbewusstsein entwickeln.

Wann ist man erwachsen?

Wir entwickeln uns alle immer weiter, oder zumindest halte ich das für einen erstrebenswerten Lebenswandel. Damit meine ich nicht, dass wir uns nicht ausruhen und zufrieden sein dürfen, mit dem, was wir erreicht haben. Diese Entwicklung muss sich nicht auf einen bestimmten Bereich wie zum Beispiel die Karriere beziehen, sondern eher auf das große Ganze, auf uns als Person. So gesehen ist der Prozess des Erwachsenwerdens nie wirklich abgeschlossen, denn das Potenzial der Persönlichkeit ist nie erschöpft. Wir alle sehnen uns manchmal in unsere Kindheit zurück, damals war alles viel einfacher - oder zumindest haben wir es so empfunden. Und in manchen Momenten ist es uns auch erlaubt, wieder ein bisschen Kind zu sein, uns unbekümmert zu fühlen und in einer anderen Welt zu leben. Der aktuelle Disney- und Einhorn-Trend spricht meiner Meinung mach eindeutig für unser aller Bedürfnis nach dem Kind-sein. Im Großen und Ganzen möchte ich nicht älter sein, aber auch nicht jünger, als ich es jetzt bin - meistens zumindest ;)

 

Wie seht ihr die Sache mit dem Erwachsenwerden?

Was trennt eurer Meinung nach die Kindheit vom Erwachsenendasein?

Wärt ihr gerne älter oder jünger?

Was sind eure Erfahrungen mit diesem Thema?

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Kommentare: 8
  • #1

    Sassi (Freitag, 10 Februar 2017 10:07)

    Toller Beitrag :) Ich muss sagen mir geht es genau wie dir. Manchmal will ich wieder Kind sein und manchmal bin ich doch sehr zufrieden mit meinem Alter.
    Erwachsenwerden ist schon nicht leicht, alleine das richtige Studium zu finden... Ich frag mich immer wieder, ob dass der richtig weg ist.
    Danke für diesen tollen Beitrag
    Liebste Grüße
    Sassi

  • #2

    Laura (Freitag, 10 Februar 2017 12:49)

    Schöner Beitrag :-)

  • #3

    FAIRY TALE GONE REALISTIC (Freitag, 10 Februar 2017 13:07)

    Danke für eure Kommentare, ihr zwei =)
    Freut mich, dass ich mit meiner Auffassung nicht alleine bin!

  • #4

    Christine (Samstag, 11 Februar 2017 10:41)

    Erwachsenwerden hat für mich selten was mit bestimmten Altersgrenzen zu tun. 18 bin ich noch vor meinem Abi geworden, das Abitur hinter sich zu haben hat sich dann aber wesentlich erwachsener und einfach nach einem neuen Schritt angefühlt als der 18te Geburtstag. ;)

    Also letztlich denke ich auch, dass das einfach eine Entwicklung ist, die nach und nach kommt.
    Und manchmal fühlt man sich dann, in irgendwelchen doofen Situationen, doch noch mal wie 12... ;)

  • #5

    Héloise (Samstag, 11 Februar 2017 19:22)

    Schöner Text! Ich finde Erwachsensein ja teilweise furchtbar anstrengend, das Schlimmste ist aber definitiv der Bürokram. Jünger sein möchte ich aber auch nicht mehr, da müsste man zuviel gewohnte Freiheit wiederaufgeben =)

  • #6

    FAIRY TALE GONE REALISTIC (Montag, 13 Februar 2017 21:40)

    Ja, genau das meine ich, Christine, Altersgrenzen sind nicht so wichtig. Zumindest nicht für mich ;) Und ich glaube, wir fühlen uns manchmal alle wieder ganz klein...

    Liebe Héloise, dein Problem mit Bürokram kann ich gut verstehen - das ist definitiv einer der nervigsten Aspekte am Erwachsensein.

  • #7

    Kaja (Mittwoch, 15 Februar 2017 15:17)

    Toller Post!

    Also, bei mir ist es so, dass ich mir echt oft wünsche ein Kind zu sein. Einfach sorgenlos zu leben, mir über gar keine Probleme Gedanken zu machen und einfach jemanden zu haben, der sich um mich kümmert.
    Jetzt wo ich selber Mama bin, habe ich eine doppelte Verantwortung - die für mich selbst und die für mein Kind. Jede Entscheidung die ich treffe, treffe ich für uns beide und das ist oft nicht leicht. Das Erwachsensein hat schon seine Vorteile und ich bin eigentlich mit meinem Leben die meiste Zeit zufrieden, aber für ein paar Stunden, wäre es echt schön, den Erwachsenenleben zu entfliehen. :) Liebste Grüße, Kaja

    www.thecosmopolitas.com

  • #8

    fashiontipp (Freitag, 17 Februar 2017 04:40)

    Liebe Susi, ich kann diese Fragen für mich noch nicht beantworten: "Wer will ich sein? Wo will ich hin? Was sind meine Wünsche und Ziele und Träume? Was macht mich glücklich und was will ich ändern?", obwohl ich bald 34 Jahre alt werde.
    LG, Marina
    http://fashiontipp.com