Eindrücke vom MODECAMP

Wie ihr vielleicht auf facebook gelesen habt, habe ich von 31. August bis zum 11. September an einem Kurs an der Mediadesign Hochschule in München  teilgenommen. Dieser Kurs heißt MODECAMP und ist eine Art Schnupperstudium zum Studiengang Modedesign. Ich persönlich habe es weniger als Schnupperstudium betrachtet, sondern eher als Möglichkeit, mal von einer anderen Seite kreativen Input zu bekommen und Neues zu lernen. Die Gruppe bestand aus 5 Teilnehmern: Alle waren sehr nett, kreativ und aufgeschlossen. Wir hatten viel Spaß und machten auch nachmittags zusammen München unsicher.

 Am ersten Tag bekamen wir eine kleine Einführung in Mode und Design. Außerdem wurde das Thema bekanntgegeben, mit dem wir uns in den beiden Wochen beschäftigen sollten: Bauhaus. Dabei handelt es sich um eine Kunst-, Design- und Architekturströmung, bei der unter anderem geometrische Formen, die Grundfarben und klare wenig ornamentale Linienführung im Vordergrund stehen.

 

Woche 1

 

In der ersten Woche erstellten wir mehrere Collagen zum Thema. Zwischendurch bekamen wir einzeln und in der Gruppe Feedback vom Kursleiter, was sehr hilfreich war, um das Thema besser zu erfassen. Ich finde, man sieht eine deutliche Steigerung, wenn man meine Collagen in der Reihenfolge ihrer Entstehung betrachtet. Das Zeichnen übten wir ebenfalls anhand von verschiedenen Aufgabenstellungen. Donnerstag und Freitag ging es an die Puppe: wir lernten Grundlagen des Drapierens, also der Schnittentwicklung direkt an der Schneiderpuppe. Dieses Thema fand ich persönlich besonders interessant, da ich mich schon mit Schnittentwicklung beschäftigt hatte. Allerdings hatte ich Schnitte bis dahin nur mit dem Lineal auf Papier konstruiert und so war es schön, auch eine andere Methode nähergebracht zu bekommen.

 

Woche 2

 

Die zweite Woche war sehr von Nähmaschinengeräuschen geprägt - das hörte sich gleich sehr vertraut an. Jeder Teilnehmer sollte ein T-Shirt nach einem Einheitsschnitt nähen und es dann im Stil des Bauhaus verändern. Meine Bauhaus-Veränderungen bestanden in Einsätzen in blau und beige. Da ich etwas früher mit dem Shirt fertig war, entwarf ich an der Schneiderpuppe einen weiteren Schnitt und nähte einen passenden Rock zu meinem T-Shirt. Ein Highlight der zweiten Woche war das Fotoshooting, bei dem wir unsere fertigen Werke fotografierten, teilweise auch an uns selbst - soweit sie uns passten. Leider gab es den Schnitt für das Shirt nur in einer Größe, deshalb passte es nicht jedem. Das Shooting machte uns viel Spaß und auch die Fotos sind schön geworden. Der Kurs endete am Freitag mit einer Abschlusspräsentation und der Verleihung der Zertifikate.

 

Insgesamt war der Kurs lehrreich und interessant und die Gruppe hat super harmoniert. Ich persönlich hätte mir allerdings erhofft, mehr technisches oder handwerkliches Wissen vermittelt zu bekommen. Besonders gut fand ich, dass wir viele Entwürfe und Mappen von Studenten und Dozenten sehen durften - das fand ich sehr inspirierend!

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