Der perfekte Bikini

Jeden Sommer fängt die Suche nach ihm wieder an. Er soll unsere Vorzüge zur Geltung bringen und gleichzeitig mit möglichst wenig Stoff alle Problemzonen überspielen. Außerdem soll er modisch sein, wenn er schon nicht den Laufstegtrends entspricht, soll er zumindest zeitlos, klassisch und elegant aussehen. Wir wollen uns fühlen, als lägen wir gerade auf einer Luxusjacht in der Sonne, aber wir wollen auch, dass alles gut verpackt ist, dass wir nicht ständig vor einem verrutschten Oberteil Angst haben müssen.


Kurz: Es braucht viele Worte, um den perfekten Bikini zu beschreiben und viel Zeit, um ihn zu finden!


Die Auswahl an Modellen ist riesig, glaubt man auf den ersten Blick. Für untenherum gibt es Tangas, Slips und Shortys und natürlich noch viele mehr. Wenn frau ein bisschen Hüftspeck kaschieren möchte, sollte sie zu Höschen mit mehr Stoff greifen, raten Frauenmagazine. Das Höschen ist allerdings meist nicht das größte Problem.


Was das Oberteil angeht, findet man ebenfalls viele verschiedene Schnitte: von Neckholder-, Triangel-, über Bügel- und Bandeau-Bikinis bis hin zu Push-ups ist alles in den Läden vertreten. Wenn ich allerdings die Filialen von großen Modeketten in bezahlbaren Segment betrete, bezweifle ich, dass viele Frauen dort ein passendes Oberteil finden werden. Ein erstes entscheidendes Problem sticht sofort ins Auge: die meisten Oberteile gibt es nur in relativ kleinen Größen, Körbchengröße A, allerhöchstens B scheint Standard zu sein. Wenn ich die Mädels auf der Straße anschaue, entsprechen die wenigsten der Standardgröße von beispielsweise Forever 21. Oft gibt es Bikinioberteile auch nur in einer Einheitsgröße - wer nicht rein passt, hat Pech gehabt!


Bei den Oberteilen ist der Halt besonders wichtig. Hier liegt das zweite Problem unter Bergen von labbrigen Triangel-Bikinis begraben. Selbst wenn die Größe stimmt, heißt das noch nicht, dass man sich wohlfühlt. Hält das Oberteil beispielsweise einer Volleyball-Partie stand? Fragen wie diese sollte frau sich unbedingt stellen. Natürlich hängt die nötige Stabilität vom Zweck des Kleidungsstücks ab. Wer einen Bikini zum in der Sonne liegen möchte, kann getrost zu einem Modell ohne Träger oder einem Triangel-Bikini greifen, der nur von verschwindend dünnen Bändchen gehalten wird. Wie die meisten Frauen, die ich kenne, möchte ich aber auch mal eine Runde schwimmen, also mich bewegen. Dafür kann ich nur Oberteile mit vorgeformten Cups und "sicherem" Verschluss empfehlen. Wer mit einer Körbchengröße gesegnet ist, die B übersteigt, sollte mach Möglichkeit nicht zu Triangel-Bikinis greifen - meine Erfahrungen damit sind jedenfalls nicht so prickelnd. Eine Ausnahme gibt es bei der Triangel-Form: wenn das Oberteil mit einem breiten Unterbrustband ausgestattet ist, ist es einen Versuch wert.


Diesen Sommer sind großflächige Hawaii-Muster angesagt oder der schon in den vergangenen Jahren viel gesehene Neoprentrend in Neonfarben. Mit einem Bikini in edlem Schwarz oder Weiß ist man auch immer gut angezogen und  gedeckte unifarbene Modelle kommen auch nie aus der Mode.


Grundsätzlich gilt: Getragen wird, was gefällt. Egal ob es dem aktuellen Trend entspricht. Es gibt schließlich viele Kriterien, die Bademode erfüllen muss.


Und wenn frau endlich zufrieden ist: Viel Spaß mit dem perfekten Bikini!

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